Wie können biobasierte und zirkuläre Geschäftsmodelle langfristig erfolgreich etabliert werden? Welche Fördermöglichkeiten stehen Unternehmen dabei offen? Und wie kann INGRAIN auch über die Förderphase hinaus als starkes Netzwerk weiterwirken?
Mit diesen Themen beschäftigte sich der INGRAIN-Bündnistag 2026 am 2. September in Erkelenz. Unter dem Titel „Zukunftschance biobasierte Circular Economy – Förderzugänge für Unternehmen und neue Perspektiven“ kamen Unternehmen, Hochschulen, Netzwerkpartner und weitere Interessierte zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, neue Kooperationsansätze zu diskutieren und Perspektiven für die weitere Entwicklung von INGRAIN zu erarbeiten.
Nach der Begrüßung durch Stephan Muckel, Bürgermeister der Stadt Erkelenz, und Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der WFG für den Kreis Heinsberg und INGRAIN-Bündnissprecher, standen zunächst konkrete Praxisbeispiele im Mittelpunkt.
Janik Brünker von der Campus Transfer Management GmbH stellte das Kompetenzzentrum Land- und Ernährungswirtschaft vor. Horst Ziehenberger von der AVEMA GmbH zeigte anhand konkreter Anwendungen, wie Sekundärrohstoffe genutzt und daraus neue Produkte und Geschäftsfelder entwickelt werden können. Dr. Klemens van Betteray von der CSB-System AG gab Einblicke in die Umsetzung der Verpackungsverordnung mithilfe eines ERP-Systems. Dennis Herzberg von CLIB – Cluster Industrielle Biotechnologie e. V. berichtete aus der Praxis, wie sich aus einem geförderten Projekt ein dauerhaft etabliertes Netzwerk entwickeln kann.
Ein besonderer Schwerpunkt des Tages lag auf der langfristigen Verstetigung von INGRAIN. In der Workshopphase unter dem Titel „Regionale Wertschöpfung gemeinsam gestalten – Bedarfe, Schnittstellen und Marktpotenziale weiterentwickeln“ wurden gemeinsam mit den Teilnehmenden konkrete Bedarfe, Kooperationsmöglichkeiten und Marktpotenziale diskutiert.
Auch konkrete Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen spielten eine wichtige Rolle: Karl Hufmann und Andreas Bauer-Niermann von der Effizienz-Agentur NRW informierten über Beratungs- und Fördermöglichkeiten für eine zirkuläre Wirtschaft und zeigten Ansatzpunkte für Investitionen in Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft auf.
Unter dem Programmpunkt „How to collaborate?“ stellten zudem die beteiligten Hochschulpartner ihre Kompetenzen und Kooperationsmöglichkeiten in kurzen Pitches vor. Vertreten waren die Hochschule Rhein-Waal, die Hochschule Niederrhein sowie ITA und IQS der RWTH Aachen University.
Der gemeinsame Mittagsimbiss bot anschließend Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und mögliche Kooperationen weiterzuentwickeln.
„Mit INGRAIN bringen wir Unternehmen, Wissenschaft und Förderpartner zusammen, um biobasierte und zirkuläre Geschäftsmodelle voranzubringen. Jetzt geht es darum, diese Zusammenarbeit dauerhaft zu verstetigen und daraus neue Projekte, Kooperationen und zusätzliche Wertschöpfung für die Region entstehen zu lassen“, so Ulrich Schirowski.
Der Bündnistag hat damit einen weiteren wichtigen Impuls gesetzt, um die biobasierte Circular Economy in der Region langfristig zu verankern und INGRAIN gemeinsam mit seinen Partnern weiterzuentwickeln.










